Infos zur ursprünglichen Planung der Flüchtlingsunterkunft

Planung August 2015

Die Flüchtlingsunterkunft sollte auf einem der Stadt gehörenden Grundstück mit einer Fläche von ca. 17.500 m² errichtet werden. Es sollte eine sog. Folgeunterbringung für ca. 700 Flüchtline und Obdachlose entstehen. Dafür sollten zwei- und drei geschossige Wohnmodulbauten errichtet und das Bestandsgebäude genutzt werden. Es hätte sich damit um die zweitgrößte in Hamburg geplante Folgeunterkunft gehandelt. Entstehen sollten so ca. 8.300 m² Wohnfläche.

Die Stadt rechnete mit Baukosten inklusive Baunebenkosten von rund 17.880.000 € sowie Ausstattungskosten von rund 350.000 €.

So sollte das ganze ursprünglich aussehen:

Collage von OpenStreetMap und der Präsentation der BASFI
Collage von OpenStreetMap und der Präsentation der BASFI

Errichtung

Die Errichtung war auch damals schon in zwei Bauabschnitten geplant.

Der erste Bauabschnitt hätte aus fünf zweigeschossigen Wohnblöcken für insgesamt 250 Personen bestanden, die auf der nordwestlichen Teilfläche des Grundstücks entlang der Straße Erna-Stahl-Ring errichtet werden sollten. Zudem wären eingeschossige Nebengebäude zum Bestandsgebäude errichtet und die notwendigen Umbauarbeiten am Bestandsgebäude vorgenommen worden. Der erste Bauabschnitt sollte ursprünglich im Dezember 2015 fertiggestellt werden.

Der zweite Bauabschnitt hätte aus 2 zweigeschossigen und 6 dreigeschossigen Wohnblöcken auf dem südöstlichen Teil des Grundstücks bestehen sollen. Er hätte im II. Quartal 2016 fertiggestellt werden sollen.

Für die Bauphase sollte die Erschließung von den Straßen “Vor dem Berge” und “Große Horst” her erfolgen.

Betrieb

Wie aktuell wäre die Flüchtlingsunterkunft von dem städtischen Unternehmen f & w fördern und wohnen AöR betrieben worden. Eine Nutzungsdauer war nicht fest vereinbart, die Stadt ging jedoch von mindestens zehn Jahren aus. Für eine Folgenutzung gab es von Seiten der Stadt noch keine Überlegungen.

Für den Betrieb sollte nach den Plänen der Stadt die Zufahrt über “Vor dem Berge” und “Große Horst” wieder geschlossen werden. Der tägliche Verkehr im Rahmen des Betriebs sollte über die Spielstraße Erna-Stahl-Ring abgewickelt werden.

Soziale Einrichtungen für Kinder

Die Stadt behauptete im Sommer 2015, angesichts der dynamischen Entwicklung der Fluchtbewegungen keine seriöse Prognose über die Anzahl der erwarteten Flüchtlingskinder abgeben zu können. Sobald sich die Zahlen konkretisierten, sollte es vorrangiges Ziel der Stadt sein, die Kinder im nahen Umfeld von Wohnunterkünften in die Regelangebote von Kitas zu integrieren.

Die Behörde ging von ca. 110 schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen aus, die nach Bezug an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden sollen. Flüchtlingskinder in einem Schulalter der 1. und 2. Klasse sollten eine Sprachförderung erhalten und unmittelbar in die Regelklassen aufgenommen werden. Für die älteren Flüchtlingskinder, die bisher keine Schule besucht hatten, sollten zunächst sog. Alphabetisierungsklassen (ABC-Klassen) und für Flüchtlingskinder mit Schulerfahrungen Internationale Vorbereitungsklassen (IVK) zur Verfügung gestellt werden.

Aufstockung

Die Frage nach der Möglichkeit einer späteren Aufstockung und damit einhergehenden Anhebung der Zahl der Bewohner über 700 hinaus wurde im Sommer 2015 ausdrücklich gestellt. Die Stadt hat daraufhin mitgeteilt, dass die damaligen Planungen die verfügbare Fläche ausnutzen und eine bauliche Erweiterung der Einrichtung auf der zur Verfügung stehenden Fläche zur Schaffung zusätzlicher Plätze nicht geplant war.

Quellen

Anwohnerinformation der BASFI vom 25.08.2015

Präsentation anlässlich der Informationsveranstaltung vom 15.09.2015

Antwort des Senats vom 15.09.2015 auf die Schriftliche Kleine Anfrage von Herrn Seelmaecker (CDU)

Antwort des Senats vom 01.09.2015 auf die Schriftliche Kleine Anfrage von Frau Dutschke (FDP)

Antwort der BASFI auf die Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord vom 25.08.2015

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